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› von Administrator • Montag, 01. März 2010 • Aufrufe 121 • Keine Kommentare
Als Dresdner Platzhirsch in der Energieversorgung verdient die Drewag kräftig Geld. Nicht ohne Grund will die Stadt das Unternehmen zurückkaufen, um die jährlichen Millionengewinne einzustreichen.
Doch die Drewag will noch effizienter werden. Was angesichts der teilweise parallel liegenden Fernwärme- und Gasnetze sicher auch geboten ist. Zumal die Drewag mit ihren hochmodernen Heizkraftwerken noch enorme Reserven hat. Die haben eine Gesamtleistungen von 896 Megawatt. Selbst am kältesten Januartag dieses Jahres waren gerade mal 624 Megawatt nötig, um in Dresdner Häusern für Wärme zu sorgen.
Sicher liegt es da auf der Hand, stärker auf Fernwärme umzustellen. Doch Wildwest-Methoden sollten nicht angewandt werden, um auch die letzten Häuser in einigen Stadtteilen ans Fernwärmenetz anzuschließen. Mit ihrer schriftlichen Androhung, Gasanschlüsse zu kappen, hat die Drewag den Bogen eindeutig überspannt. Dabei handelt es sich nicht um Einzelfälle. Auf einer im vergangenen Jahr von der „Drewag Netz“ veröffentlichten Liste finden sich Häuser auf 78 Straßen wieder, die ihren Gasanschluss verlieren sollten.
Hier hat es sich bewährt, dass freistaatliche Wettbewerbshüter im Wirtschaftsministerium eingesetzt sind. Sonst wären Verbraucher solchen Willkürakten schutzlos ausgeliefert.
Von Hilbert.Peter@dd-v.de
Text: Administrator
Bild: SZ