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Dresden: Zwei Millionen gegen Schlaglöcher

› von Administrator • Montag, 01. März 2010 • Aufrufe 144 • Keine Kommentare

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Dieses Schlagloch am Käthe-Kollwitz-Ufer ist nur ein Beispiel für Hunderte kaputte Strecken in der Stadt. In diesem Jahr floss bereits eine Million Euro in die Beseitigung von Straßenschäden. Foto: Steffen Füssel

Achtung Gefahrenquelle – dieses Verkehrschild ist bei Autofahrern zurzeit stadtbekannt. Frost und Tauwetter übersähten die Straßen in diesem Winter mit Schlaglöchern. Über 140 Fahrbahnen wurden zumeist nur notdürftig geflickt. Bisher stellte die Stadt eine Millionen Euro für die Sanierung der Straßen zur Verfügung. Das Geld ist jedoch bald aufgebraucht. Nun will sie weiter investieren.

„Wir werden mindestens das Doppelte benötigen“, schätzt der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, Reinhard Koettnitz. Dafür müssen andere Bauprojekte ausgesetzt werden. Welches Vorhaben es betrifft, hängt davon ab, wie lange der Winter andauert und welche Kosten anfallen.

Hoffnung auf Finanzspritze

Hoffnung könnte da eine finanzielle Unterstützung des Freistaates Sachsen geben. Erst kürzlich stellte das Land der Stadt Leipzig ein Sofortprogramm in Höhe von 4,5 Millionen Euro in Aussicht. Koettnitz würde sich über ein ähnliches Angebot freuen. Schon seit Langem werden die Straßen der Stadt nur noch zusammengeflickt. Dabei müssten vor allem Hauptadern (siehe Kasten) grundsätzlich saniert werden, weiß Koettnitz.

Im März will die Stadt mit den flächendeckenden Bauarbeiten beginnen. Bleibt es kalt und herrscht weiterhin Frost, können die Arbeiten erst im April starten. Vorrang besitzen Hauptstraßen wie die Winterbergstraße oder die Caspar-David-Friedrich-Straße. Erst im Juni folgen die Nebenstraßen.

„Eigentlich ist es ein stinknormaler Winter“, sagt Koettnitz. Aber die Stadt müsse immer noch damit umgehen, dass in den letzten 40Jahren beinahe nichts an den Straßen gemacht wurde, verweist er auf die Vorgeschichte.

In besonders aufgerissenen Straßenabschnitten werden vorübergehend Tempo-30-Schilder aufgestellt. Das Ordnungsamt will dort aber keine zusätzlichen Radarfallen einrichten. „So viele Radarfallen wie wir Löcher haben, gibt es in ganz Deutschland nicht“, sagt Koettnitz.
von Sebastian Pittelkow

Text: Administrator
Bild: SZ

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