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Dresden: Gagfah hat über 150 Wohnungen verkauft

› von Administrator • Dienstag, 09. März 2010 • Aufrufe 183 • Keine Kommentare

Mieter der Wohnungen auf der Pillnitzer Straße sind beunruhigt. Ihr bisheriger Vermieter Gagfah teilt ihnen jetzt mit, dass er die Wohnungen zum 1. März weiter veräußert hat. „Es handelt sich um die Wohnhäuser Pillnitzer Straße 16 bis 26 und die Mathildenstraße 19 bis 23 mit insgesamt 105 Wohneinheiten“, bestätigt Gagfah-Sprecherin Bettina Benner.

Neuer Eigentümer ist die Werner Mössner Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH in Grünwald bei München. „Wir denken an langfristige Anlagen und wollen die Wohnungen nicht weiterverkaufen“, sagt Mössner-Mitarbeiter Fritz Reitsam. Die Mieter der Pillnitzer Straße befürchten einen Abriss ihrer Häuser für die Erweiterung des Serumwerks. Das sei absolut nicht der Fall, versichert Reitsam. Die einzige geplante Veränderung sei ein Solardach, für das Projektmanager seines Unternehmens noch einen geeigneten Standort suchen. Sein Unternehmen, das bundesweit agiere, aber nicht so groß wie die Gagfah sei, habe zugleich auch 65 Wohnungen auf der Hauptstraße und 88 Wohnungen auf der Reicker Straße von der Gagfah erworben. Für alle Häuser sei die Dresdner Integra GmbH als Verwalter eingesetzt worden. „Unsere Schreiben an die betroffenen Mieter sollen heute verschickt werden“, sagt Volker Trautmann von Integra.

Sorgen müsse sich kein Mieter wegen des Verkaufes machen. „Für die Mieter ändert sich nichts. Kauf bricht nicht Miete. Die Mietverträge werden unverändert fortgesetzt“, versichert Bettina Benner. Die Gagfah verfolge eine langfristige Bestandhaltungs- und Vermietungsstrategie. Aber sie werde auch weiterhin Wohnungen an Kapitalanleger und Investoren verkaufen, wenn sie es für ökonomisch sinnvoll halte. Das Recht dazu hat sie, denn in dem Vertrag mit der Stadt wurde vereinbart, dass sie nur 35 000 Wohnungen in ihrem Bestand behalten muss. „Vorzugspreise für die Mieter muss sie nur bei Einfamilienhäusern anbieten“, bedauert SPD-Stadträtin Sabine Friedel. Auch Mietervereinschef Peter Bartels sieht die vielfachen Verkäufe in der Stadt kritisch: Sie schaffen Verunsicherungen“, sagt er. (SZ/kle)

Text: Administrator
Bild: SZ

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