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Dresden: Wo im Sommer die Kälte entsteht

› von Administrator • Dienstag, 09. März 2010 • Aufrufe 143 • Keine Kommentare

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Anlagenmonteur Robin Wachs erklärte den Besuchern der Fernkälteanlage im Haus am Zwinger die Funktionsweise der Pumpen. Gemeinsam mit drei weiteren Kollegen ist er für die wöchentliche Wartung der Drewag-Kälteanlagen verantwortlich. Foto: SZ/Marion Gröning

Mit einem ausgeklügelten Fernkältesystem sorgt die Drewag dafür, dass die Gäste der Neumarkt-Hotels auch im Sommer angenehm kühle Zimmer haben. Dafür hat das Versorgungsunternehmen leistungsstarke Kälteanlagen und Pumpen in den Kellern des Hauses am Zwinger sowie des Kulturpalastes installiert. Über dick isolierte Leitungen wird von dort auf sechs Grad abgekühltes Wasser in Hotels und Restaurants zur Lebensmittel- und Zimmerkühlung gepumpt. Zurück kommt das erwärmte Wasser mit etwa zwölf bis 14 Grad und wird wieder runtergekühlt.

Obwohl die Kälteanlage im Haus am Zwinger auf der Kleinen Brüdergasse 1 nicht leicht zu finden war, kamen am Sonnabend Hunderte Interessierte, die sich die Kältetechnik von den Fachleuten erläutern ließen. Jens Wünsche und Robin Wachs, zwei der vier Kälteanlagenmonteure der Drewag, waren ohne Pause zu Führungen unterwegs. „1995 hat die Drewag im Haus am Zwinger zwei Absorptionsanlagen errichtet“, sagt Monteur Wachs. „Beim Hochwasser im August 2002 wurden die in Mitleidenschaft gezogen. Heute haben wir hier eine Absorptionslage und zudem zwei Kompressionsanlagen, die je nach Verbrauch hochfahren“, so Wachs.

Fernwärme genutzt

Die Drewag nutzt für die Kälteerzeugung Fernwärme von der Nossener Brücke. Diese wird als Primärenergie zugeführt. Das Wasser wird mit einer chemischen Lösung besprüht, sodass der Gefrierpunkt herabgesetzt ist. Riesige Pumpen bringen das kalte Wasser zu den Abnehmern, zu denen auch das Hotel Taschenberg-Palais zählt. „Im vorigen Jahr haben wir eine Verbundleitung zwischen den Stationen im Kulturpalast und hier gebaut, sodass wir von beiden Standorten aus versorgen können und einen auch mal zur Wartung ausschalten können“, sagt Jens Wünsche. Hinzugekommen ist auch eine weitere Kompressionsanlage im neuen Inside-Hotel.

„Der Bedarf an Fernkälte wächst“, sagt Wachs. Doch nicht überall kann sie die Drewag auch problemlos anbieten. „Wir müssen dafür ja Leitungen in den Straßen verlegen. Aber nicht jeder Kunde entscheidet sich wie beim British Hotel schon vor dem Bau dafür, sodass oft Straßen wieder aufgerissen werden müssen“, sagt Robin Wachs. Die Neustadt ist fast gar nicht mit Fernkälte versorgt. Lediglich im Hotel Holiday Inn an der Stauffenbergallee gibt es eine Kompressionsanlage. Kay Haufe

Text: Administrator
Bild: SZ

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