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Dresden: Container vor Baudenkmal sorgen für Zoff

› von Administrator • Mittwoch, 10. März 2010 • Aufrufe 151 • Keine Kommentare

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Investor Ulrich Kauffmann zeigt das Schreiben des Abfallamtes zu den hässlichen Wertstoffcontainern direkt hinterm Grundstück. Die Behörde lehnt eine Veränderung des Standorts strikt ab. Und das, obwohl Kauffmann direkt dahinter einen denkmalgerechten Zaun für 15000 Euro bauen muss. Das hat das Rathaus gefordert. Fotos: Peter Hilbert (2)


Ein Schmuckstück hat Firmenchef Ulrich Kauffmann mit seinem Team aus dem Komplex Schillerplatz 4/5 gemacht. Vier Millionen Euro investiert seine Schlotfeld Immobiliengruppe für die Sanierung des letzten Schandflecks im Umfeld. Doch während die Vorderseite der Jugendstilhäuser am Schillerplatz in frischem Glanz erstrahlen, gibt es für die Rückfront am Angelsteg trübe Aussichten.

Zwar sind dort auch die Handwerker aktiv, richten noch die Außenanlage samt Parkplatz her. Doch direkt dahinter thronen alte, hässlich beschmierte Wertstoffcontainer. Der Standort bleibt. Das hat ein Vertreter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft kürzlich per Brief unmissverständlich klargestellt. Und das nach monatelangen Gesprächen.

„Dabei hatte ich gedacht, die Sache ist bei einem Gespräch von zehn Minuten geregelt“, sagt der Investor. Er wertet das als Behördenposse. „Das Denkmalamt zwingt mich, für teures Geld einen denkmalgerechten Zaun zu bauen.“ Rund 15000 Euro investiert Kauffmann nun in das Schmuckstück aus Schmiedeeisen und Sandstein. Doch nur zwei Handbreit entfernt sollen die Container weiter den Anblick verschandeln.

„Unsere Leute haben alle Alternativstandorte geprüft“, versichert Torsten Rex, der Referent des Wirtschaftsbürgermeisters. „Es ist aber keine andere Lösung gefunden worden.“ Deshalb sollen die Container stehen bleiben. Rex räumt aber ein, dass es „blöd gelaufen ist“.

Investor Kauffmann will nicht aufgeben, hat in Vereinen und der Politik Verbündete gefunden. Stefan Kreuzer, Chef des Gewerbevereins Blaues Wunder, schlägt in den Untergrund abgesenkte Container vor. Der Angelsteg sei bisher immer ein kleiner Schandfleck gewesen. Nun gebe es endlich die Chance, diesen Blasewitzer Hauptweg für Fußgänger in Richtung Elbe aufzuwerten. „Es kommt doch auch keiner auf die Idee, Container auf den Schillerplatz zu stellen“, vergleicht Vereinsvorsitzender Kreuzer.

„Dort muss eine Lösung her“, fordert auch der Blasewitzer CDU-Ortschef Sebastian Kieslich. Es mache keinen Sinn, dass das Denkmalamt einen so schönen Zaun fordert und dann bliebe die Container-Dreckecke. „Es ist völlig verständlich, dass der Investor vergnatzt ist“, sagt Kieslich.

von Peter Hilbert

Text: Administrator
Bild: SZ

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