Am Mittwoch und Donnerstag tagt die Verkehrsministerkonferenz und erwartet dringend vom Bund eine Lösung der steigenden Trassenpreise auch in Sachsen. Für 2028 sind von DB InfraGO weitere 17,5 % beantragt worden. Das ist im Rahmen der aktuellen Regionalisierungsmittel des Bundes an die Länder nicht zu bewältigen. In Sachsen sind die Verkehrszweckverbände Aufgabenträger für den SPNV und bestellen die Verkehrsleistungen bei den Verkehrsunternehmen. „Diese Kostensteigerung kann durch uns nicht aufgefangen werden“, betont Burkhard Ehlen, Geschäftsführer vom Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen (ZVVO). „Es droht die Reduktion der Fahrpläne in der Oberlausitz auf einen ZweiStunden-Takt, zumindest am Wochenende.“

Trilex RE 2. Foto: MeiDresden.deTrilex RE 2. Foto: MeiDresden.de

Die Steigerung gegenüber der bisherigen Trassenpreisbremse beträgt für allein für das Gebiet des ehemaligen Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) für 2025 und 2026 jeweils rund 3,0 Mio. EUR und steigt dann an in 2027 auf 5,2 Mio. EUR und 2028 auf 9,6 Mio. EUR. So wie es gegenwärtig aussieht, ließe sich der Verbandshaushalt nur durch eine Umlage in ähnlicher Höhe ausgleichen.

Bei rund 430.000 Einwohnern im Gebiet des ZVON würde ein Betrag von rund zwölf bis 22 EUR pro Einwohner erreicht werden

Der Bund darf das Thema der Trassenpreise nicht weiter aussitzen. „Ich setze darauf, dass sich die Bundestagsabgeordneten aus der Oberlausitz in Berlin angesichts der drohenden Kürzungen deutlich für eine Lösung zugunsten des Eisenbahnverkehrs in unserer Region einsetzen“, so Burkhard Ehlen.

Quelle: Verkehrverbund Oberelbe GmbH